mkraxx's Blog

April 12, 2010

Raunzer: Thomas, Alex und die Kindermilchschnitte – oder wie man sich der Lächerlichkeit preisgibt…

Einsortiert unter: Unsinn — Schlagworte: , , , — mkraxx @ 15:54

Tja, tja liebe Huberbuam, es war ein langer Weg den ihr gegangen seid. Klingende Namen finden sich in eurer Vergangenheit: Weiße Rose, Kommunist, Salathe, Open Air, El Nino, Free Rider, Bellavista, El Corazon, Zodiac, die Nose auf Speed, Kinofilm, Eternal Flame und vieles mehr, was dem kletteraffinen Menschen den Schweiß auf die Handflächen steigen lässt. Mehr über eure Leistungen lässt sich trefflich auf Wikipedia nachlesen, bei Alex hier und bei Thomas hier, und was…eine eigene Homepäitsch habt ihr auch…sensationell!!!

Aber liebe Brüder, was ist nur los mit euch? Habt ihr zu viel Magnesium geschnupft? Werfen die Vorträge nicht mehr genug Geld ab (ja, ich weiß, die ganzen Transkontinentalflüge sind teuer…)? Blieb ein Klemmkeil in eurem Frontallappen hängen? Zuerst der Sponsorvertrag mit adidas (OMG, Berghaus war ja schon irgendwie…strange…obwohl die Jacken ganz ok sind) und jetzt verkauft ihr uns auch noch die Kindermilchschnitte (HAAAAALLLOOOOO…DIE KIIIIINDERMIIILCHSCHNIIITTE!!!!!!!!!!) als Hochleistungsnahrung für Sportler oder was? Ist euch eigentlich klar wie bescheuert das wirkt? (abgesehen davon, ist euch eigentlich klar, wie bescheuert IHR in diesem Spot wirkt?) Und ist euch eigentlich klar wie unglaublich scheiße das überhaupt wirkt? Jetzt habe ich endlich eine griffige Ausrede warum meine Kletterperformanz, abgesehen vom chronischen Zeitmangel, noch immer im mittleren französischen Sechserbereich (an guten Tagen, wohlgemerkt, da kann der katzenschrecker am Wandfuß noch so laut schreien) stagniert. Die Milchschnitte war’s – seitdem ich den Werbespot gesehen habe, fresse ich einfach zu viele von den verführerischen orange-weißen Schnittchen.

Da tun sich ganz neue Möglichkeiten auf: big Up-Productions präsentiert Chris Sharma in “Maxi-King-Lines”, mit leichtem Übergewicht hangelt er sich technisch durch Jumbo Love und verschmaust währenddessen unzählige, vielschichtig aufgebaute Milch-Snacks um anschließend – ganz in der (neuen) Tradition des Free Base – mit einem Gleitschirm gen Boden zu schweben und im abgeworfenen Einwickelpapier zu landen. Hansjörg Auer nutzt die Pausen bei seinem neuesten Free-Solo-Projekt, um die weitere Griffabfolge durch das Verspeisen von Kinderüberraschungseiern herauszufinden. Die Möglichkeiten sind schier unbegrenzt, will mir scheinen. Natürlich kratzt euch das nicht wirklich, aber ich hoffe trotzdem dass ihr in 10 Jahren wegen hoffnungsloser Milchschnittendiät zu fett seid um in eure Klettergurte zu passen und fünf Liter Insulin pro Tag verbraucht. Buh! Buh! Und nochmals BUH!

Für die geneigten Leser und Leserinnen:

Gegen euch waren ja die Klitschkos noch cool (und denen schlägt man ständig auf den Kopf!!!)

20 Kommentare »

  1. Hmmm… Hauptsache der Typ singt nicht auch noch in dem Werbespot, wenn schon seine Band die Musik dazu liefert… Klettern kann er ja, aber singen…
    Aber was stört dich an dem Werbeclip wirklich – ist eh wie alle anderen Werbeclips auch…?
    Aber die scheffeln unendlich Kohle damit… sind eh schon nur noch wandelnde Plakatwände…
    Und die Website von denen – huch die kommt aber sehr narzisstisch (mit leicht? homoerotischem) Unterton daher – also, was erwartest du da?
    Ich versteh irgendwie deine Aufregung nicht – es geht darum Geld zu machen, und da ist alles egal… Guten Morgen!

    Kommentar von to — April 12, 2010 @ 22:37

    • Narzissmus ist irgendwie ein bisschen Programm in der Kletterszene, auch bei Hobbykletterern – das stört mich nicht wirklich, wobei ich deine (leicht?) homoerotische Wahrnehmungskomponente sehr interessant finde…das ist mir bisher noch gar nicht aufgefallen.

      Ich hatte nur einfach bisher den Eindruck, dass neben dem finaziellen Aspekt auch ein gewisses Maß an Vorbildcharakter Teil des Selbstmarketings ist – und diesen Aspekt ihres Images habe sie für mich mit dem Werbespot nachdrücklich in die Tonne getreten. Viel differenzierter kann ich mein Unbehagen nicht ausformulieren, meine Raunzigkeit hat sicher sehr viel mit dem Bild des Sportkletterns zu tun, dass ich im Kopf habe – und da ist für die Kindermilchschnitte einfach kein Platz. Deshalb nochmals ein herzliches BUH!

      Kommentar von mkraxx — April 13, 2010 @ 08:53

      • http://www.huberbuam.de/galerie/d_index.htm

        Sagt eigentlich alles… was für Vorbildwirkung hätten die bei mir erzeugen sollen?

        Kommentar von to — April 13, 2010 @ 19:54

        • Was meinst du: Comic, Karakorum, Indien oder alles zusammen? Am Limit ist ein cooler Film – auch für Nicht-Kletterer. Vorbildwirkung wahrscheinlich am ehesten als abstraktes Idol, dem man auf amateurhafter Ebene nacheifern kann und an dessen (vermeintlich vermittelten) Lebensgefühl man partizipieren kann. Allerdings tätigte Alex Huber auch schon m.E. nach ziemlich suspekte Aussagen getätigt, sinngemäß z.B. “…ja wer nicht frei 18 Meter über den letzten Haken hinausklettern kann, soll den großen Wänden besser gleich fernbleiben…” und ähnliche Geschichten – für Plaisirkletterer ziemlich harte Aussagen.

          Kommentar von mkraxx — April 13, 2010 @ 20:55

          • Gemeint war der Comic… – aber na gut.
            Die bist enttäuscht von denen, das versteh ich ja noch.
            Aber als jemand der von denen jetzt nichts kennt als die Werbung und die Website, muß ich sagen, dass sind die Dinge bei denen ich mich mit Grausen abwende!
            Daher mein leichtes Unverständnis… (wie kommst du überhaupt auf die?) – da mögen die gut sein wie sie wollen, ich finde die einfach ekelig.

            Kommentar von to — April 14, 2010 @ 10:41

            • Tja, jetzt wird’s echt schwierig, wie erklärt man einem Nicht-Kletterer die grundsätzliche Faszination des Kletterns?

              Ich asoziiere einmal ein bisschen frei: Auseinandersetzung mit den eigenen Grenzen, Überwinden bzw. Kontrollieren von Angst, Lösen von Problemen, Endorphinausschüttung, Ausführung routinierter Handgriffe mit der damit verbundenen Befriedigung, frische Luft, Freundschaft, Vertrauen auf den Partner, gemeinames Erleben, Konsum alkohol- und elektrolythaltiger Gerstenmalzgetränke mit brennenden Handflächen, Sonnenbrand…

              Als “Vorbilder” im eigentlichen Sinne – also “das möchte ich auch erreichen/können”, “dem möchte ich nacheifern” – sehe ich persönlich die Stars und Sternchen der Kletterszene eigentlich nicht – aber die grundsätzlich transportierte Geisteshaltung, das Ausloten und Überschreiten der eigenen Grenzen um bisher (global oder individuell) Unerreichtes zu erreichen halte ich prinzipiell für eine gute Sache.

              Und diese Geisteshaltung finde ich durch die Kindermilchschnitte irgenwie korrumpiert. Kann aber auch gut sein, dass hier meinerseits ein gewissen Maß an “Betriebsblindheit” herrscht, das hst du ja bereits durch das Bemerken homoerotischer Aspekte ziemlich klar dargelegt.

              Abschließend merke ich noch an, dass mich der aktuelle Kletterstil in hohen Schwierigkeitsgraden mittlerweile eher abstößt, das Ruhige, Fließende das mir am Klettern so gut gefällt ist komplett verlorengegangen, ich habe immer mehr das Gefühl dass jetzt zum “Angriff” auf den Fels mit allen körperlichen Mitteln geblasen wird – und dies untermalt von möglichst viel Geschrei – nicht mein Stil.

              P.S.: Zur Illustration dieses Sachverhalts dient das unter “Jumbo Love” verlinkte Video im Artikel recht gut.

              Kommentar von mkraxx — April 14, 2010 @ 13:05

              • Das meinte ich nicht, für mich ist die Faszination sehr wohl nachvollziehbar.
                Auch wenn es heute sehr seltsam klingt – mein erster 3000 war das Petzeck mit 7 Jahren, Großvenediger, Glockner und Haute Route hatte ich mit 16 bereits erledigt, und bis Schwierigkeitsgrad V bin ich auch gekommen… – ist halt schon sehr lange her…
                Und blöd wie wir waren – Klettergarten Warmbad haben wir teilweise “frei” gemacht – irrsinnig…
                Und ich behaupte mal in Vorträge vom Hr. Messner wurde ich schon geschleift, da warst du noch gar nicht auf der Welt…
                Heute interessiert mich das gar nicht mehr… abgesehen davon, dass ich nicht die geringste Chance hätte das körperlich zu schaffen.

                Aber darum gings nicht – es ging mir um die Typen.
                Nochmals – die können gut sein was sie wollen – die sind doch: wäääähhh!
                Daher kann ich deine “Aufregung” nicht ganz nachvollziehen.
                Es geht ums Kohle machen – punkt und aus.
                Vorbildwirkung? Und was ist mit den ganzen anderen Sportlern – Werbung für Alkohol und Nutella etc.?
                Der Werbespot ist großer Mist, und was der Katzenschrecker schreibt von wegen überschwappen und so – das glaube ich auch nicht wirklich.
                Ebenso ist deine Ansicht – man könnte heute noch etwas korrumpieren etwas blauäugig – was ist heute noch nicht korrumpiert, verkommerzialisiert und verwässert?

                Kommentar von to — April 14, 2010 @ 19:46

                • Erläutere doch mal das “Wähhh”, das ist für mich noch nicht fassbar oder griffig – oder gibt’s da nicht mehr, an dem du das festmachen kannst (dann würde das ja äquivalent zu meinem tiefgreifenden, schwer zu begründendem Entsetzen sein…)? Aber bitte ein paar Kommentarebenen weiter oben, sonst wird’s bei der Verschachtelung anstrengend für die Augen…

                  Blauäugig sein ist ja ohnehin meine Stärke – und Fußball (Nutella) ist kein Sport!

                  Kommentar von mkraxx — April 14, 2010 @ 21:07

    • so, zum ersten mal seit langem wieder auf deinem blog, den ich grade mit den wüstesten verfluchungen verwünsche, weil man sich die mühe macht einen text zu schreiben, auf send drückt, ne fehlermeldung kriegt und der nette text weg ist! aaargh! hubbel! wird rekonstruiert:

      also endlich die olle milchschnittenwerbung. eingentlich wundert mich nur dass die buam nicht mit nacktem oberkörper klettern. schon das neue climax gesehen? da sieht man alex so supersexy mit offener lederjacke, kettchen um den hals und uh ach so coole sonnenbrille. und so verlieren zwei potentiell charismatische kletterer ihren charme. dabei war mir deine andere (ach wie heißt der denn bloß? grübel… hmm… ja so ist das halt wenn man immer im schatten seines bruders steht…) doch so sympathisch.

      was mich trotzdem noch immer überrascht ist dass ausgerechnet die huababuam die neuen testimonials für ferrero wurden. sicher, testimonials aus der zielgruppe des (seufz!) gigantiesierenden outdoormarktes zu nehmen macht natürlich sinn. fortsetzen des brüderprinzips halt auch. aber trotzdem haben die buam sicher keine besonderen bekanntheitswerte bei der zielgruppe der schnitte (schnittige schnitten mit schnitte?). die klitschkos waren so semi sternchen/celebrities, die mussten sich nicht in der werbung durch boxen profilieren, das wusste man. aber weiß der durchscnittsmilchschnittenmensch denn was ein speedkletterer ist?

      das ist ungefähr so als würde ich dir sagen die nächsten testimonials für schnitte werden die schwaiger sisters. im sinne des genderisierens mal schwestern. aber welcher nicht beachvolleyballmensch, auch wenn es alle gerne für eine woche lang sein möchte, weiß dass die schwaiger sisters ein österreichisches beachvolleyballteam sind, die unter den besten 10 der WELT sind? gut, der zwar auch expandierende beachvolleyballmarkt ist halt nicht so profitträchtig. für ein paar knappe teile, bisschen sonnencreme, sonnenbrille und einen ollen ball kann man halt nicht so viel kohle machen.

      das heißt, die müssten schon was spektakuläres in 20 sekunden zeigen um sich als spitzensportler eines aufregenden sports zu outen, die sich eben gern ab und zu ein schnittchen gönnen. und das bisschen affengehüpfe auf einem geländer? speedklettern? schnitte? ach ne. aber ich will jetzt trotzdem eine. schnitte schnitte.

      Kommentar von evil-lynn — April 17, 2010 @ 21:10

      • Der “Andere” heisst Thomas ;-)

        Vielleicht ist ja am Standpunkt von to doch was dran, von wegen Lederhosen-Schwulen-Porno (hach, schreibt sich das schön…) – Lederjacke? Harrr…
        Ich persönlich hätte dann doch lieber die Schwaiger-Sisters als Schnittenanpreiser – da würde möglicherweise sogar ich schwach werden. Interessante Einblicke aus der PR-Ecke jedenfalls…

        Kommentar von mkraxx — April 17, 2010 @ 21:16

  2. wenn man sich dafür entscheidet mit bergsteigen geld zu verdienen muss man halt auch nach sponsoren ausschau halten. hardliner zu sein oder kletter bum ist schön und gut aber wenn man wie der thomas huber familie mit kindern zu ernähren hat und daneben noch kostspielige expeditionen planen muss wird man sich vermutlich auch nach der finanziellen decke strecken müssen.
    des weiteren muss ich als milchschnitten fan sagen, dass ich den spot nicht so schlimm finde. klar er ist reißerisch gemacht, für die masse halt, aber ich nimm das nicht so übel. eine milchschnitte mehr oder weniger wenn man sportler ist macht dich noch lang nicht zum diabetiker. und die message die rübergebracht wird, kann ja vielleicht auch kinder dazu animieren zum klettern anzufangen. wenn sie sich mit den huber brüdern außeinandersetzen und die faszination vielleicht ein bisschen überschwappt dann geht daraus was gutes.

    und zu der ethik vom alex huber muss ich auch noch was loswerden:
    ich finde das gut, dass er sich für die moralischen aspekte im alpinen klettern so einsetzt. es soll dem erstbegeher vorbehalten sein, den charakter einer route zu definieren. wenn ich mich mit einem klassiker als bergsteiger außeinandersetzen will, dann soll ich auch den flair, den diese route in sich hat wahrnehmen. die erstbegeher denken sich ja auch was dabei. es geht darum die berge nicht komplett zuzunageln und nicht “ja wer nicht frei 18 meter über den nächsten…..”.

    Kommentar von Katzenschrecker — April 14, 2010 @ 17:55

    • Naja, das wird ja jetzt schon ein bisschen hypothetisch – das fängt bei einer hypothetischen “Entscheidung” an, seinen Lebensunterhalt als Profibergsteiger zu verdienen (was m.E. nach eher ein spaß- und adrenalinbetriebener Prozeß, als eine Entscheidung auf bewusster Ebene an einem singulären Zeitpunkt ist – das ist jetzt allerdings auch wieder hypothetisch…) und geht bei der hypothetischen Unterstellung weiter sich aufgrund vorhandenen Nachwuchses in finanziellen Nöten zu befinden und deshalb auf die Milchschnitte als Sponsor angewiesen zu sein…und selbst wenn es so sein sollte: schließlich “muss” niemand kostspielige Expeditionen planen, oder?

      Ich kann mir auch beim besten Willen nicht vorstellen, dass die finanziellen Nöte so groß sind oder waren, oder glaubst du das im Ernst? Ich denke mir bei dem Zulauf den die Vorträge der beiden haben, wird’s nicht so ganz schlimm sein – und Sponsoring gab’s ja vorher auch schon, Berghaus anyone? Und die haben sicher nicht in Eurocent ausbezahlt…

      Ich finde den Spot auch nicht reißerisch, sondern einfach nur unerträglich SCHLECHT und für mich stellt eine Verkommerzialisierung auf dieser Ebene einen Verrat (und zwar einen äußerst heftigen, sonst hätte ich den Artikel erst gar nicht geschrieben) dessen dar was Klettern als Philosophie für mich ausmacht – schon klar, dass der Verzehr von Milchschnitten sich nicht notwendigerweise negativ auf die Kletterperformanz auswirken muss (tut’s bei den beiden auch sicher nicht, ich glaube auch nicht das sie wirklich viele Milchschnitten essen – du etwa??? Und Diabetes bekommen sie sicher auch nicht…)

      Bezüglich der Vorbildwirkung: wenn es eine gäbe, würde die keine Kinder zum Klettern animieren, sondern dazu im Free Solo den heimischen Balkon zu erklimmen, was anderes ist ja auch nicht zu sehen. Die “Message” besteht auch einzig und allein darin, dass die Huber-Buam jetzt Milchschnitten fressen – oder kommt da noch was anderes rüber, was ich nicht erkennen kann?

      Die 18-Meter-Geschichte war zugegeben reißerisch von mir, aber sinngemäß hat Alexander Huber das in einer Ausgabe der Klettern einmal erwähnt – ansonsten bin ich da standpunktmäßig eher bei dir. Was sich Erstbegeher “denken” ist jetzt auch wieder hypothetisch, weil sich diese Entscheidungen auf einem Niveau bewegen, das ein “Normalsterblicher” ohnehin nicht erreichen oder nachvollziehen kann – wenn ich weiß, dass vielleicht 10 Leute global eine von mir erstbegangene Route wiederholen können wird ohnehin jede Aussage bald zur Prahlerei im elitären Kreis. Das “Denken” besteht dann aus meiner Sicht wieder im Erreichen des Unerreichbaren bzw. im Verlagern und Erweitern der eigenen Grenzen. Aber wie gesagt, da bin ich eher bei dir, ich halte auch nichts davon “Klassiker” totzubohren – ich könnte die Dinger ohnehin nicht klettern, auch wenn es alle 30cm einen Bolt geben würde…

      Trotzdem – die Meta-Ebene des homoerotischen Aspekts finde ich nach wie vor hochinteressant, vielleicht sollten wir dieses Thema noch ein bisschen vertiefen? Harrrrrr….

      Kommentar von mkraxx — April 14, 2010 @ 21:02

      • Nein – ich kann mein “wäääähh!” nicht weiter fest machen, reiner Instinkt, also nach dem was ich bis jetzt von denen gesehen habe, setzt da unweigerlich mein Fluchtinstinkt ein!
        Alleine beim ständigen “Abklatschen” in den Videos stellt es mir alle Haare auf!
        Thats it.
        Heimischer Balkon? Also mein erster Gedanke war, dass Speedkletterer einen Spitzeneinbrecher abgeben müssen – vielleicht sollte die Polizei ein paar Undercoveragenten in die Szene einschleusen – sieht hochverdächtig aus!!! Alleine die Szene in der er in den Kühlschrank blickt – schaut man so in den heimischen Kühlschrank??? Und was ist in den Plastiksäcken, die die mithaben? Also beim Abstellen klingt das wie Bierflaschen!?!?
        Anyway – und Freestyle über den Balkon – rein ins fröhliche Schädel-Hirn-Trauma! – gibt Arbeit für Ergotherapeuten im Kinderbereich!
        Das macht mir wesentlich mehr Kopfzerbrechen als die Milchschnitte – wenn wir schon von Vorbildwirkung reden!!!
        Also insgesamt ist das wohl reine Negativwerbung… – auch wenn sie vermutlich einfach nur als cool gedacht war…
        Homoerotischer Aspekt als Metaebene? Na, die beiden präsentieren sich ja ständig als wären sie gerade aus einem Lederhosen-Schwulen-Porno gestiegen – wo ist da die Metaebene?!?

        Kommentar von to — April 14, 2010 @ 23:36

  3. Jaja, High-Five, routinehaft ist mir das ähnlich zuwider wie der “Proletenhändedruck” – setze ich selbst eher sporadisch ein. Die schauspielerische Leistung steht eh nicht zur Diskussion (…auffe…).

    Lederhosen-Schwulen-Porno – bruahahahaaaa…der war gut!

    Kommentar von mkraxx — April 15, 2010 @ 13:19

  4. “wenn sie sich mit den huber brüdern außeinandersetzen und die faszination vielleicht ein bisschen überschwappt dann geht daraus was gutes..”. bitte die sätze genau lesen. ich meine damit die personen nicht den werbespot.

    verkommerzialisierung auf dieser ebene verrat:
    die frage die du dir eher stellen solltest ist wo fangt es an und wo hört es auf, weil du als alter globetrotter katalog fan kannst mir nicht erklären, dass du gegen eine verkommerzialisierung des bergsportes bist, dann würdest du nicht patagonia aufkleber auf deinem auto haben sondern dir deine seile selbst daheim aus hanf basteln oder zu einem seilmacher gehen (falls es soetwas noch gibt). doppelmoral?

    ich denke, dass bergsportler die sich dafür entscheiden mit ihrer leidenschaft geld zu verdienen bzw. aus ihrer leidenschaft einen beruf zu machen (kann mir nicht vorstellen dass das immer so toll ist wenn man die messlatte höher legen muss; aber man hat sichs ja so ausgesucht oder?) es finanziell auch nicht immer so einfach haben. klar berghaus stellt die ausrüstung und legt noch kohle drauf, aber wieviel bleibt dann unterm strich? die fahrt ist gezahlt aber der rest?
    dass die milchschnitten werbung nicht gut ist, ist keine frage; aber welche werbung ist heut zu tage noch gut? (außer auto werbungen vielleicht); für mich geht es darum was die 2 verkörpern. sport ist wichtig und bewegung ist wichtig. dass die geschichte die erzählt wird nicht der hammer ist, da geb ich euch recht. aber ich find das, was die huber brüder machen gut. die gehen halt ihren weg weil sie das durchziehen müssen. schauts euch den messner an. der sollte marketing vorträge auf den wirtschafts unis halten; da würd er inzwischen besser hinpassen.

    homoerotische metaebene: man sieht, was man sehen will ;)

    homoerotische metaebene:

    Kommentar von Katzenschrecker — April 15, 2010 @ 22:29

    • Homoerotische Metaebene – ja, klar sieht jeder nur was er sehen will. Bin das erste Mal mit den beiden konfrontiert worden, und mir sind die halt sehr unsympathisch (da kann ich auch ganz falsch liegen!). Außerdem die Bilder auf der Website mit nacktem, verschwitztem Oberkörper in der Lederhose, Körper an Körper… naja, da passieren solche Assoziationen halt *g*
      Aber das habe ich auch eher scherzhaft gemeint – wegen der Vorbildwirkung und so…
      Ansonsten gebe ich dir recht, leider ist heute schon alles total verkommerzialisiert -hoffnungslos. Andererseits ist auch klar, dass vieles sonst heute gar nicht mehr möglich wäre, bzw. wir nie davon erfahren würden. Und die Aufregung von mkraxx kann ich trotz seiner Erklärungsversuche nicht ganz nachvollziehen. Sollen die ihr Geld verdienen, sie verdienen es ja weder mit der Werbung noch mit ihren Filmen oder Vorträgen – sondern mit den Konsumenten!
      Also mit jenen Leuten, die ihre Vorträge besuchen, ihre Filme kaufen, sie populär machen mit einem Wort. Die Werbeverträge sind dann nur ein Nebeneffekt. Und sie verdienen ihr Geld auch mit Bloggern, die sich über die Werbung aufregen – klar! Jetzt kenn ich die Huber-Buam auch, sonst wäre die wahrscheinlich spurlos an mir vorüber gegangen! Hab ja nicht mal einen Fernseher, also…
      Das es keine gute Werbung mehr gibt – naja, stimmt teilweise, also zumindest für den deutschsprachigen Raum stimmt es sicher, ansonsten gibt es da schon noch sehr gute Sachen.
      Obwohl sich dann halt immer auch die generelle Frage stellt – ob Werbung per se gut sein kann?!?

      Kommentar von to — April 16, 2010 @ 16:40

      • Aber du kaufst die jetzt keinen Huberbuam-Kissenbezug oder? Von wegen “…verdienen Geld auch mit Bloggern…”. Gute Werbung gibt es noch, und zwar in Japan:

        Nike chase from ilovedust on Vimeo.

        Kommentar von mkraxx — April 16, 2010 @ 21:05

        • Naja, als schwuler Fanboi wäre der Kissenbezug ja eigentlich Pflicht!!!!
          Wo kriegt man den???
          Sag ich ja, gute Werbung gibt es noch… aber nicht im deutschsprachigen Raum…

          Kommentar von to — April 16, 2010 @ 21:36

          • Den kriegst du bei mir, und zwar hier. Und der erste kostet nicht mal was! Meine Güte, meine Güte…

            Kommentar von mkraxx — April 17, 2010 @ 21:32

            • Süß!!!

              Kommentar von to — April 18, 2010 @ 17:46


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