mkraxx's Blog

Mai 9, 2010

Die Zeitfresser der vergangenen Wochen…Retro-Wahnsinn und Aktuelles

Einsortiert unter: Artikel — Schlagworte: , , , , , — mkraxx @ 15:51

Nein, ich schreibe jetzt nicht über Vorlesungen, Prüfungen, Seminararbeiten, Präsentationen, extern gehaltene Vorträge, Diplomarbeiten oder Ähnliches – heute geht’s um die Videospiele, die mich die letzten Wochen beschäftigt haben, gegen alle Trends und LeserInnen-Interessen (ist ja schließlich meine Zeit…). Aktuelles gab es eher wenig, ich befinde mich im Retro-Wahn und im DS-Fieber, gewürzt mit einer Prise Aktualität – bei der ich allerdings, angesichts der zu investierenden Zeit, leicht überfordert bin. Der Zeitpunkt um kurz zurückzublicken ist trotzdem gut gewählt, da die nächsten Wochen vermutlich wieder ein höheres Ausmaß an Durchhaltevermögen und Arbeitsleitung meinerseits erfordern werden – unglaublicherweise war es jetzt zwei Wochen eher ruhig…aber das ändert sich wieder…

Castlevania Castlevania (Nintendo Entertainment System [NES]): Eigentlich schon fast klassisch: Seitenansicht, 8-Bit-Optik, 2 Knöpfe plus Steuerkreuz – das reicht aus, um ein sagenhaftes Abenteuer in Draculas Schloss zu erleben. Das Ganze wird garniert mit einem (auch heute noch) hervorragenden Soundtrack, sowie mit einem Schwierigkeitsgrad, der sich mehr als gewaschen hat (Tod, Endgegner in Level 5, anyone?). Ich war (und bin) erstaunt, wie gut sich das heutzutage noch spielen lässt, und wie fein ausgearbeitet das Balancing ist, niemals unfair, aber seeeeehr schwer. Noch nicht ganz durchgespielt, ich hänge momentan beim guten, alten Tod am Ende des 5. Levels fest – und das braucht Zeit…

Castlevania Walkthrough Part 1

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Dezember 27, 2009

Zeitfresser: Final Fantasy Tactics A2 – Grimoire of the Rift

Einsortiert unter: Artikel, Unsinn — Schlagworte: , — mkraxx @ 20:54

FFTA2 0Die Geschichte der rundenbasierten Strategiespiele aus der isometrischen Perspektive ist ohne Zweifel lange und umfangreich – zu lange jedenfalls, um sie ausführlich zu recherchieren. Kurz gesagt handelt es sich bei einem Spiel dieses Genres um ein Landkarte, auf der man aus einer schräg-von-oben-Perspektive seine Spielfiguren bewegt, und versucht Positionen zu erreichen in denen man dem (meist computergesteuerten) Gegner möglichst viel Schaden zufügen kann bzw. selbst möglichst wenig Schaden erleidet. So weit, so gut, das ganze Landkartenherumgerücke wird meist durch eine Rahmenhandlung in Spielgrafik oder Zwischensequenzen in Rendergrafik miteinander verknüpft und, wie das in Videospielen meistens der Fall ist, eine mehr oder weniger gute Geschichte beginnt sich zu entfalten.

Der erste Vertreter dieser Art, mit dem ich mich durchwachte Nächte lang längere Zeit auseinandergesetzt habe, war das wunderbare Vandal Hearts von Konami auf der ersten Ausgabe der PlayStation, so im Jahr 1997 rum. Die Grafik setze damals in meinen Augen Maßstäbe, die Geschichte war gut erzählt, die Charaktere liebenswürdig, die Blutfontänen beeindruckend und die Computer-KI verzieh nicht den kleinsten Fehler in der Aufstellung seiner Einheiten. Wenn man gröber patzte, ging die eigene Abenteurertruppe schnell den Weg aller Pixel

Vandal Hearts

Am Nintendo DS beschäftige ich mich seit geraumer Zeit mit Final Fantasy Tactics A2 – Grimoire of the Rift (was für ein Titel…), dem Nachfolger zu Final Fantasy Tactics Advance von Square-Enix,  der einen ähnlichen, wenn auch deutlich komplexeren, Weg beschreitet. Der Hauptcharakter muss am letzten Tag der Schule aufgrund verübter Delikte (“Nicht zufriedenstellend” in Betragen?) in der Bibliothek aushelfen, blättert in einem dicken, alten Buch und wird von diesem in die Welt Ivalice gesogen, wo er sich sogleich in einem Schlachtgetümmel wiederfindet, das gleichzeitig als Tutorial fungiert. Nach dem ersten Kampf tritt man einem Clan bei und beginnt die weitere Reise durch Ivalice. Die weitere Hintergrundgeschichte ist eher vernachlässigenswert, soweit ich das bis zu diesem Zeitpunkt überblicke handelt es sich um eine genretypische, klischeebehaftete “Junge-rettet-die-bedrohte-Welt-und-sich-selbst-gleich-mit”-Handlung. Für das Spiel selbst ist dies allerdings wirklich völlig egal, denn man ist ohnehin ständig damit beschäftigt Aufträge anzunehmen, seine Clan-Truppe zu verwalten, neue Berufe und Fähigkeiten zu erlernen, erbeutete Handelswaren gegen neue Waffen und Ausrüstungsgegenstände zu tauschen und – im späteren Spielverlauf – sein Clanterritorium zu erweitern…und das alles macht eine Menge Spaß.

FFTA2 1

Die Scharmützel sind eher kurz, in 10-15 Minuten ist ein Kampf meist vorbei, stundenlange Gefechte habe ich bis jetzt noch nicht erlebt und die Gegner-KI ist nicht so unerbittlich wie in Vandal Hearts. Man kommt also auch beim Tappen in das eine oder andere Fettnäpfchen recht zügig voran und bleibt meist sehr motiviert und lange wach. Es gibt ein ausgeklügeltes Berufssystem, Charaktere können je nach Rasse verschiedene Berufe ausüben, die wiederum mit bestimmten erlernbaren Fähigkeiten – abhängig von der verwendeten Ausrüstung – verknüpft sind. Zusätzlich hängen die einzelnen Berufe noch voneinander ab, d.h. um mit einem schicken Ninja über das Schlachtfeld zu schleichen, arbeitet man sich vorher recht lange in die Fähigkeiten eines Diebes ein…Ähnliches gilt auch für alle anderen Berufe.

Dargestellt wird der ganze Trubel in schöner, handgezeichneter Pixelgrafik im besten Super-Nintendo-Stil – sehr schön. Gegenüber dem ersten Teil sieht alles deutlich detaillierter aus, die Effekte beim Einsatz von Fähigkeiten und Zaubern wurden ebenfalls deutlich verschönert. Musiktechnisch gibt’s nicht auszusetzen, vom Hocker reißt einen die Begleitmusik allerdings auch nicht. Speichern ist jederzeit möglich, man kann sich also auch kurze Fahrten mit öffentlichen Verkehrsmitteln versüßen. Unbedingte Empfehlung für alle DS-Spieler, die das Genre mögen!

November 30, 2009

Zeitfresser: Torchlight

Einsortiert unter: Artikel, Unsinn — Schlagworte: , — mkraxx @ 20:09

Torchlight

So, nun, mit Punschtorte und frischem Kaffee lässt sich vielleicht was auf den Bildschirm bringen, momentan leide ich ja unter akuter Zeitnot da meine Eremitage beendet ist. Was Fachliches gibt’s morgen, heute möchte ich mich kurz einem Spiel widmen, dass (bei mir) nach einiger Zeit einen seltsamen Sog zu entfalten beginnt…

Die Rede ist von Torchlight, über das hier bereits ein recht ausführlicher Artikel verfasst wurde. Ganz so ausufernd werde ich nicht, aber ein paar Worte möchte ich schon verlieren. Torchlight ist ein Klon von Diablo (an das sich die älteren, erfahreneren Computerspieler Spiele-Nerds noch erinnern dürften), dass Ende der 90er des letzten Jahrtausend für Furore gesorgt hat (weiteres bitte erinnern oder nachlesen).

Das Spielprinzip von Torchlight ist recht simpel:

  1. Vernachlässigen der Hintergrundgeschichte
  2. Auswählen einer Charakterklasse (Krieger, Bogenschützin, Zauberer) samt zugehörigem Haustier (Katze, Hund) das einen fürderhin begleitet
  3. Im schönen Dorf Torchlight in einer schräg-von-oben-Perspektive in poppiger 3-D-Grafik herumlaufen und Aufträge annehmen
  4. Die Minen unter Torchlight betreten, und Monster in Unmengen schnetzeln – sich dabei alle 5 Ebenen nach unten von einem anderen Grafikstil bezaubern lassen
  5. Aufträge praktisch im Vorbeilaufen erledigen
  6. Unmengen an Gegenständen, Waffen, Rüstungsteilen, Tränken, Ringen, Zaubersprüchen, Juwelen, Fischen, obskuren Körperteilen diverser Monster sammeln
  7. Gelegentlich ins schöne Dorf Torchlight zurückkehren, um seine Ausrüstung zu verbessern, Zusatzaufträge (schwerere Labyrinthe) erledigen, Schrott zu verkaufen (das kann allerdings auch das Haustier, während man selbst weiter im Labyrinth herumirrt), Belohnungen für erledigte Aufträge abholen und Gegenstände verzaubern lassen
  8. weiter bei Punkt 4., nur diesmal nicht von ganz oben, sondern über ein Schnellreiseportal, dass einen Transport im Fünf-Ebenen-Takt nach unten ermöglicht

Was kann daran bloß Spaß machen? Ganz einfach – perfekte Befriedigung des menschlichen Jäger- und Sammeltriebes. Aus einer Stunde werden vier Steam-Torchlight(obwohl man Torchlight zugegebenermaßen auch nur für eine Stunde spielen könnte was man aber niemals tut. Die Jagd nach immer besseren Gegenständen macht, zusammen mit dem comicartigen Grafikstil (World of Warcraft lässt grüßen), der Geräuschkulisse und dem liebevollen Labyrinth- und Monsterdesign einfach Lust auf immer noch ein bisschen mehr. Die Steuerung ist einfach, Maus und zwei Tasten reichen aus um gut über die Runden zu kommen, es geht aber auch ein bisschen tastaturlastiger, bleibt allerdings immer weit von der Komplexität anderer Spiele entfernt. Ein schöner Spaß für Zwischendurch…

Gibt’s bei Steam für wenig Geld oder als Demoversion, Installation der Steam-Software (kostet nix) ist allerdings Voraussetzung .

Viel Spaß!!!

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